Dr.-Helmut-Schreyer-Straße 14, 04509 Delitzsch
Geöffnet : Mo.-Fr. 09:00 - 17:00 | Sa.: 09:00 - 12:00
Der Sommer ist da, die Vorfreude auf das erfrischende Bad ebenso. Dann morgens der Schreck:
Das Poolwasser ist grün oder milchig trüb. Kein Grund zur Panik. In den allermeisten Fällen lässt sich getrübtes oder grünes Poolwasser mit wenigen gezielten Schritten wieder klar bekommen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Poolwasser grün oder trüb wird, wie Sie die Ursache schnell erkennen und mit welchen fünf Schritten Sie Ihren Pool zuverlässig retten. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie grünem Poolwasser dauerhaft vorbeugen.
Für kristallklares Wasser den ganzen Sommer lang.
Die Farbe oder Trübung ist immer nur ein Symptom, die eigentliche Ursache liegt im Zusammenspiel von Wasserwerten, Technik und Umwelteinflüssen. Diese Auslöser stecken am häufigsten dahinter:
Bevor Sie zu Chemie und Kescher greifen, lohnt ein prüfender Blick. Aussehen und Farbe des Wassers verraten oft schon, wie weit das Problem fortgeschritten ist und welche Maßnahme nötig ist.
|
Erscheinungsbild |
Wahrscheinliche Ursache |
Erste Maßnahme |
|
Milchig-trüb |
Feine Schwebstoffe, überlasteter Filter, pH zu hoch |
pH prüfen, Filterlaufzeit erhöhen, ggf. flocken |
|
Leicht grünlich |
Beginnende Algenbildung, Chlor zu niedrig |
Chlorwert anheben, Filter durchlaufen lassen |
|
Tiefgrün und trüb |
Fortgeschrittene Algenblüte |
Stoßchlorung, Flockung und gründliches Absaugen |
Mit dieser Reihenfolge bringen Sie selbst stark grünes Poolwasser wieder in den Griff. Wichtig ist, die Schritte nicht zu überspringen. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.
Beginnen Sie immer mit einer Messung von pH-Wert und Chlorgehalt. Am besten erledigen Sie das mit einem Teststreifen, Tropfentest oder einem elektronischem Messgerät. Als Richtwerte gelten ein pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 (Zielwert etwa 7,2) sowie ein freier Chlorgehalt von rund 0,3 bis 0,6 mg/l. Nur wer die Werte kennt, kann gezielt gegensteuern.
Stellen Sie zuerst den pH-Wert richtig ein, denn er entscheidet über die Wirkung des Chlors. Ist der Wert zu hoch, senken Sie ihn mit pH-Minus; ist er zu niedrig, heben Sie ihn mit pH-Plus an. Erst bei korrektem pH-Wert kann das Chlor die Algen überhaupt bekämpfen.
Jetzt folgt die Stoßchlorung: Eine deutlich erhöhte Chlormenge tötet die Algen ab. Führen Sie den Chlorschock am besten abends durch, damit die Sonne das Chlor nicht sofort abbaut, und lassen Sie die Umwälzpumpe während der gesamten Behandlung laufen.
Damit die abgetöteten Algen aus dem Wasser verschwinden, muss die Filteranlage im Dauerbetrieb laufen, idealerweise 24 bis 48 Stunden. Reinigen Sie den Filter währenddessen mehrfach:
Sandfilter 2 – 3 mal rückspülen.
Ist das Wasser noch trüb, bindet ein Flockungsmittel die feinsten Schwebstoffe zu größeren Flocken, die sich am Boden absetzen. Diese saugen Sie anschließend mit dem Bodensauger ab.
Nicht vergessen, anschließend wieder den Sandfilter rückspülen.
Ein häufiges Ärgernis: Der Chlorwert stimmt scheinbar, das Wasser bleibt aber grün. Dann liegt es fast immer an einem dieser Punkte:
Die beste Lösung gegen grünes Wasser ist, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Mit einer einfachen Routine bleibt Ihr Pool dauerhaft klar:
Leicht getrübtes Wasser ist oft schon über Nacht wieder klar. Bei stark grünem Wasser mit ausgeprägter Algenblüte sollten Sie ein bis drei Tage einplanen, bis Stoßchlorung, Filter und Flockung ihre volle Wirkung entfaltet haben.
Grundsätzlich lassen sich Trübstoffe auch mit Aktivsauerstoff, Flockung und intensiver Filterung reduzieren. Gegen einen echten Algenbefall ist eine Chlorbehandlung jedoch am zuverlässigsten. Wer chlorfrei arbeiten möchte, sollte besonders konsequent auf Wasserwerte und Filterleistung achten.
Grünes Wasser ist nicht sofort giftig, aber ein Hygienerisiko: Algen und Bakterien vermehren sich stark, und der Beckenboden wird rutschig. Baden Sie erst wieder, wenn das Wasser klar und die Werte im Normalbereich sind.
Ein vollständiger Wasserwechsel ist selten nötig, meist nur dann, wenn sich die Werte trotz aller Maßnahmen nicht mehr einstellen lassen, der Stabilisatorgehalt (Cyanursäure) zu hoch ist oder nach einer starken Verunreinigung. In den meisten Fällen genügt die beschriebene Aufbereitung.