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Kundenprojekt von Glocke Pool: Gartenpool mit flacher, zurückgeschobener Poolüberdachung im Spätsommer

Die Saison ist noch nicht vorbei:
Badesaison verlängern

Drei Maßnahmen für sechs bis acht zusätzliche Badewochen

Mitte September steht das Wasser in vielen Becken noch bei 22 Grad. Trotzdem greifen die ersten Poolbesitzer bereits zur Winterabdeckung. Der Grund liegt an den Nächten, die jetzt wieder deutlich kälter werden.

Mit drei Maßnahmen holen Sie sechs bis acht zusätzliche Badewochen heraus. Eine davon kostet wenig und wirkt sofort. Wir zeigen Ihnen, womit Sie die Badesaison verlängern und wo die Grenzen liegen.

Warum Ihr Pool im September auskühlt

Ein Freibecken verliert Wärme vor allem über die Wasseroberfläche. In der Poolbranche gilt dafür ein Richtwert von 70 bis 80 Prozent. Der größte Teil geht auf Verdunstung zurück. Jeder Liter Wasser, der verdunstet, entzieht dem Becken Energie.

Im Juli gleicht die Sonne diesen Verlust tagsüber aus. Im September steht sie flacher und scheint kürzer. Die Nächte fallen in Mitteldeutschland häufig unter zwölf Grad. Ihr Becken verliert dann über Nacht ein bis zwei Grad und holt sie am Tag nicht mehr auf.

Daraus folgt die wichtigste Regel für die Saisonverlängerung: Halten Sie die Wärme im Becken. Aufheizen kostet Geld, Temperatur halten ist günstiger.

Maßnahme 1: Die Wärmepumpe heizt aktiv nach

Eine Pool-Wärmepumpe zieht Wärme aus der Außenluft und gibt sie an das Beckenwasser ab. Sie arbeitet wie ein Kühlschrank in umgekehrter Richtung. Für eine Kilowattstunde Strom liefert sie je nach Modell und Witterung vier bis sechs Kilowattstunden Wärme. Fachleute nennen diesen Faktor COP, also die Leistungszahl.

Was der Betrieb im September kostet

Rechnen Sie mit einem Beispiel. Eine Wärmepumpe mit acht Kilowatt Heizleistung und einer Leistungszahl von fünf nimmt 1,6 Kilowatt Strom auf. Läuft sie acht Stunden am Tag, verbraucht sie rund 12,8 Kilowattstunden. Bei 35 Cent je Kilowattstunde zahlen Sie etwa 4,50 Euro am Tag.

Für einen Monat Badebetrieb im September ergibt das rund 135 Euro. Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach sinkt dieser Betrag deutlich, weil die Wärmepumpe tagsüber läuft.

Wo die Wärmepumpe an ihre Grenze kommt

Sinkt die Außentemperatur, sinkt auch die Leistung. Unterhalb von etwa acht bis zehn Grad Außenluft arbeiten die meisten Geräte spürbar schwächer. Inverter-Modelle mit drehzahlgeregeltem Verdichter halten länger durch. Ab Mitte Oktober stößt jede Luft-Wärmepumpe in unserer Region an ihre Grenze.

Eine Wärmepumpe ohne Abdeckung ist allerdings nur die halbe Lösung. Sie heizen dann gegen die Verdunstung an. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich die Anschaffung für Ihr Becken rechnet.

Maßnahme 2: Die Poolüberdachung schützt gegen Wind und Laub

Eine Poolüberdachung schließt das Becken komplett ein. Darunter entsteht ein Treibhauseffekt, der das Wasser tagsüber erwärmt und die Wärme nachts hält. Wind kommt nicht mehr an die Oberfläche und beschleunigt die Verdunstung nicht.

Der zweite Vorteil zeigt sich im Herbst. Laub, Pollen und Regenwasser bleiben draußen. Ihre Filteranlage läuft kürzer, der Chlorverbrauch sinkt.

Dazu kommt die Sicherheit. Moderne Poolüberdachungen aus Aluminium und UV-beständigem Polycarbonat verhindern, dass Kinder und Haustiere an das Wasser gelangen. Eine verschiebbare Überdachung lässt sich an warmen Tagen öffnen und abends wieder schließen.

Die Überdachung ist die teuerste der drei Maßnahmen. Sie braucht Platz neben dem Becken und je nach Bundesland und Größe eine Baugenehmigung. Am besten erfragen Sie das vor der Bestellung bei Ihrer Baubehörde.

Maßnahme 3: Die Thermo- oder Solarabdeckung wirkt sofort

Die günstigste Maßnahme hat den größten Hebel. Eine Abdeckung legt sich direkt auf die Wasseroberfläche und stoppt die Verdunstung. Genau dort verliert Ihr Pool den größten Teil seiner Wärme.

Pool mit halb aufgerollter Lamellenabdeckung im Abendlicht des Spätsommers, Badesaison verlängern

Drei Bauarten stehen zur Wahl:

  • Solarfolie (Noppenfolie): Luftpolsterfolie, die Sonnenlicht durchlässt und die Wärme im Wasser hält. Günstig in der Anschaffung, Sie legen sie von Hand auf.
  • Thermo-Rollschutzabdeckung: Aufrollbare Plane auf einer Aufrollvorrichtung. Bequem in der Handhabung, gute Dämmwirkung.
  • Lamellenabdeckung aus Polycarbonat: Hohlkammerlamellen, die auf dem Wasser schwimmen. Sehr stabil, aufliegend oder unterflur montierbar.

Achtung bei der Sicherheit

Halten Sie Wärmedämmung und Sicherheit auseinander. Einfache PE-Folien und Thermodecken gelten nicht als Sicherheitsabdeckung. Sie tragen das Gewicht eines Kindes nicht.

Eine echte Sicherheitsabdeckung erfüllt die französische Norm NF P 90-308. Diese Norm verlangt eine Belastbarkeit von 100 Kilogramm ohne Rissbildung. Kinder unter fünf Jahren dürfen nicht unter die Abdeckung gelangen. Polycarbonat-Lamellen erfüllen diese Anforderung, wenn das System entsprechend geprüft ist.

Wenn Kinder im Haushalt leben, wählen Sie eine geprüfte Sicherheitsabdeckung. Die Wärmewirkung bekommen Sie dann gratis dazu.

Warum wir Solarthermie im Herbst nicht empfehlen

Solarabsorber auf dem Dach oder im Garten erwärmen das Poolwasser über Sonnenenergie. Im Mai und im Hochsommer liefern sie ordentliche Erträge. Für die Saisonverlängerung im September und Oktober taugen sie wenig.

Der Grund ist einfach. Genau dann, wenn Sie die Wärme brauchen, steht die Sonne flach und scheint kurz. Der Absorber liefert am wenigsten, wenn der Bedarf am höchsten ist. Wer im Frühjahr früher starten will, fährt mit Solarabsorbern gut. Wer im Herbst länger baden will, investiert das Geld besser in Abdeckung und Wärmepumpe.

In welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten

Beginnen Sie mit der Abdeckung, denn sie kostet am wenigsten und wirkt am schnellsten. Je nach Bauart bringt sie ein bis vier zusätzliche Badewochen. Ergänzen Sie danach die Wärmepumpe, die zusammen mit der Abdeckung auf vier bis acht Wochen kommt. Die Überdachung lohnt sich, wenn Sie den Pool jedes Jahr bis in den Oktober nutzen wollen.

Das sind Erfahrungswerte für Becken üblicher Größe in Mitteldeutschland. Was sich für Ihr Becken rechnet, hängt von Beckenmaß, Technikraum und Montageaufwand ab.

Häufige Fragen

Bis wann kann ich in Mitteldeutschland baden?

Ohne Technik endet die Saison meist Mitte September. Mit Abdeckung und Wärmepumpe kommen Sie bis Mitte Oktober. Unter einer Überdachung baden manche Kunden bis in den November.

Lohnt sich eine Wärmepumpe bei einer Photovoltaikanlage?

Ja, weil die Wärmepumpe tagsüber läuft. Genau dann liefert Ihre Anlage Strom. Sie erhöhen damit Ihren Eigenverbrauch und senken die Heizkosten deutlich.

Kann ich im Herbst noch eine Wärmepumpe nachrüsten?

In den meisten Fällen ja. Wir binden die Wärmepumpe in Ihren bestehenden Filterkreislauf ein. Wichtig sind ein Stromanschluss am Aufstellort und genug Platz für die Luftführung.

Wie warm sollte das Wasser im September sein?

Zwischen 26 und 28 Grad empfinden die meisten Badegäste als angenehm. Jedes Grad mehr kostet spürbar Energie. Bleiben Sie bei 27 Grad, das ist der wirtschaftlichste Punkt.

Der beste Zeitpunkt für die Entscheidung ist jetzt

Die meisten Poolbesitzer denken im Mai über eine Heizung nach. Dann sind die Montagetermine bis in den Sommer vergeben. Im Herbst haben wir Kapazität, und Sie starten im nächsten Frühjahr vier Wochen früher in die Saison.

Rufen Sie uns an unter 034202 51001 und beschreiben Sie kurz Ihr Becken: Maße, Technik und wie lange Sie baden wollen. Wir sagen Ihnen ehrlich, welche der drei Maßnahmen sich für Sie rechnet und welche nicht.

Wenn die Saison dann doch zu Ende geht, lesen Sie hier, wie Sie Ihren Pool winterfest machen.

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