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Pool fit für die Saison machen

Die ultimative Checkliste für den Frühjahrsstart

Die ersten warmen Sonnenstrahlen kündigen es an: Die Poolsaison steht vor der Tür. Doch bevor Sie ins kühle Nass springen können, braucht Ihr Pool nach den Wintermonaten etwas Zuwendung. Eine gründliche Inbetriebnahme sorgt dafür, dass Sie den ganzen Sommer über kristallklares Wasser genießen – und teure Folgeschäden vermeiden.

Als Poolbau-Experten mit über 30 Jahren Erfahrung wissen wir bei Glocke Pool genau, worauf es beim Frühjahrsstart ankommt. In diesem Beitrag führen wir Sie Schritt für Schritt durch die komplette Pool-Inbetriebnahme.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Beginnen Sie mit der Inbetriebnahme, sobald die Temperaturen dauerhaft über 10 °C liegen. Ab dieser Temperatur beginnen Algen und Bakterien sich rasant zu vermehren. Wer zu lange wartet, hat deutlich mehr Arbeit mit der Wasseraufbereitung.

In unserer Region rund um Delitzsch, Halle und Leipzig ist Ende März bis Mitte April in der Regel der ideale Zeitraum. So haben Sie genügend Vorlauf, um den Pool rechtzeitig für die ersten warmen Tage im Mai startklar zu haben.

Schritt 1: Sichtkontrolle und Vorbereitung

Bevor es an die eigentliche Arbeit geht, nehmen Sie sich Zeit für eine gründliche Bestandsaufnahme. Überprüfen Sie die Winterabdeckung auf Beschädigungen. Entfernen Sie vorsichtig stehendes Wasser, Laub und Schmutz von der Abdeckplane, bevor Sie diese abnehmen – so verhindern Sie, dass Verunreinigungen ins Becken gelangen. Reinigen Sie die Abdeckung anschließend, lassen Sie sie vollständig trocknen und lagern Sie sie an einem sauberen, trockenen Ort ein.

Werfen Sie danach einen prüfenden Blick auf das Becken selbst: Gibt es Risse, Verfärbungen oder Ablösungen an der Poolfolie? Sind die Einbauteile wie Skimmer, Einlaufdüsen und Unterwasserscheinwerfer intakt? Kleinere Schäden lassen sich jetzt noch problemlos beheben – werden

sie übersehen, können sie im Laufe der Saison zu größeren Problemen werden.


TIPP: Unser Beitrag „Poolfolie verschlissen“ hilft bei der Einschätzung. Sie finden ihn hier auf glocke-pool.de

Schritt 2: Becken gründlich reinigen

Für die Frühjahrsreinigung empfehlen wir, das Becken vollständig zu entleeren. Dabei gibt es einen wichtigen Sicherheitshinweis: Entleeren Sie das Becken niemals, wenn der Grundwasserspiegel höher als der Beckenboden sein könnte. Bei Fertigbecken besteht sonst die Gefahr, dass das Becken aufschwimmt. Beobachten Sie den Entleerungsvorgang daher stets aufmerksam.

Nach dem Ablassen des Wassers reinigen Sie Wände und Boden mit einem speziellen Pool- und Folienreiniger. Arbeiten Sie dabei von oben nach unten und verwenden Sie eine weiche Beckenbürste oder einen Folienschwamm. Für hartnäckige Kalkablagerungen eignet sich ein saurer Grundreiniger, der im passenden Verhältnis mit Wasser verdünnt wird.

Schritt 3: Technik überprüfen

Der technische Check ist ein entscheidender Bestandteil der Inbetriebnahme und wird oft unterschätzt. Gehen Sie diese Punkte systematisch durch:

Filteranlage: Reinigen Sie den Filterbehälter gründlich. Herkömmlicher Filtersand sollte etwa alle drei Jahre gewechselt werden, Filterglas hält bis zu 7 Jahre. Kontrollieren Sie den Zustand des Filtermediums auf Verklumpungen oder Verkalkungen.

Pumpe und Leitungen: Prüfen Sie alle sichtbaren Leitungen, Schläuche und Anschlüsse auf Frostschäden oder Risse. Schließen Sie sämtliche Entleerungen an Pumpe, Filterbehälter und gegebenenfalls an Gegenstromanlage oder Solarheizung. Ersetzen Sie abgenutzte Dichtungen und behandeln Sie alle O-Ringe mit Silikonfett.

Zubehör: Montieren Sie Leitern, Handläufe, Gegenstromanlagen und andere Einbauteile, die für den Winter abgebaut wurden. Prüfen Sie dabei auch deren Befestigungen.

Schritt 4: Becken befüllen

Nachdem das Becken gereinigt und die Technik geprüft ist, können Sie mit dem Befüllen beginnen. Füllen Sie das Wasser bis zur Mitte des Skimmers auf.

Bereits beim Befüllen sollten Sie einen Härtestabilisator zugeben, wenn Sie Leitungswasser verwenden. Dieser verhindert Kalkausfallungen und -ablagerungen im Becken und in den Umwälzsystemen. Bei Brunnenwasser ist stattdessen ein Metallneutralisator empfehlenswert.

Schritt 5: Filteranlage in Betrieb nehmen

 

Bevor die Filteranlage ihren regulären Dienst aufnimmt, sollten Sie sie korrekt einfahren. Starten Sie zunächst mit einer Rückspülung von etwa fünf bis sechs Minuten, anschließend folgt ein kurzes Nachspülen. Erst dann schalten Sie auf die Betriebsstellung „Filtern“ um.

Ein häufiger Fehler: Viele Poolbesitzer leiten sofort die Rückspülung ein, ohne das Wasser vorher kurz zirkulieren zu lassen. Das kann dazu führen, dass sich organische Ablagerungen im Filterkreuz festsetzen und es verstopfen. Lassen Sie das Wasser daher zunachst einige Minuten auf „Zirkulation“ laufen, bevor Sie rückspülen.

Schritt 6: Wasserchemie einstellen

Die korrekte Wasserchemie ist das Herzstück eines sauberen und gesunden Pools. Gehen Sie dabei in dieser Reihenfolge vor:

  1. pH-Wert messen und einstellen: Der ideale pH-Wert liegt zwischen 7,0 und 7,2. Verwenden Sie pH-Minus oder pH-Plus, um den Wert in den Zielbereich zu bringen. Der pH-Wert ist die Grundlage für die Wirksamkeit aller weiteren Pflegemittel.
  2. Stoßchlorung durchführen: Geben Sie Schnellchlorgranulat oder -tabletten hinzu (Richtwert: 20 g pro Kubikmeter Wasser). Die Stoßchlorung desinfiziert das Wasser gründlich und beseitigt Keime und Bakterien nach der Winterpause.
  3. Algenverhüter zugeben: Dosieren Sie Algenverhütungsmittel nach Herstellerangabe. Extra-Tipp: Bestreichen Sie den Beckenrand vorab mit unverdünntem Algenverhüter und lassen Sie ihn antrocknen – das beugt Algenwachstum an der Wasserlinie vor.
  4. Flockungsmittel einsetzen: Eine Flockkartusche im Skimmer bindet feinste Schwebteilchen, die der Filter allein nicht auffangen kann, und sorgt für kristallklares Wasser.

 

Schritt 7: Abschlusscheck und Dauerpflege

Nach der 48-stündigen Einlaufphase messen Sie die Wasserwerte erneut und korrigieren bei Bedarf. Ab jetzt können Sie auf die reguläre Dauerpflege umstellen:

Stellen Sie die Filterlaufzeit so ein, dass das gesamte Poolwasser mindestens zweimal täglich umgewälzt wird. Bei einer Dosieranlage achten Sie darauf, dass diese nur bei laufender Filterpumpe aktiv ist. Testen Sie die Wasserwerte in den ersten Wochen alle zwei bis drei Tage, später reicht eine wöchentliche Kontrolle.

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